Coronakrise: ARD setzt starkes Zeichen für Kreativ- und Produzentenlandschaft in Deutschland

Das Corona-Virus lähmt das gesellschaftliche Leben in Deutschland, eine existentielle Herausforderung auch für die gesamte Kreativwirtschaft. In dieser weltweit einmaligen Situation setzt die ARD ein Zeichen der Solidarität mit den Produzentinnen und Produzenten in Deutschland. 

Buhrow: "Die ARD ist eine Solidargemeinschaft"

ARD-Vorsitzender Tom Buhrow: "Die ARD ist eine Solidargemeinschaft und wird von den Menschen im Land finanziert. Vor diesem Hintergrund setzen wir ein starkes Signal, indem wir den Produzent*innen im Land in dieser Situation unter die Arme greifen."

Die Intendantinnen und Intendanten der ARD haben daher heute freiwillige Sofortmaßnahmen für eine schnelle und pragmatische Unterstützung beschlossen.

Sofortmaßnahmen für Auftragsproduktionen

Für alle Auftragsproduktionen, die ihren Dreh nicht fortsetzen oder nicht geplant beginnen können, gilt Folgendes:

  • Die geschlossenen Verträge gelten fort und die Auftragsproduktionen sollen fertig gestellt werden. Wir brauchen gerade in dieser Zeit vielfältige Qualitätsinhalte.
  • Kommt es zu Drehverschiebungen und entstehen dadurch Kosten, soll der jeweilige Produzent einerseits alle staatlichen Maßnahmen zur Schadensminderung in Anspruch nehmen, andererseits werden sich die ARD-Sender an den nachgewiesenen Mehrkosten nach einer Entscheidung im Einzelfall freiwillig mit 50 Prozent beteiligen.

Diese Sonderregelung gilt für alle Auftragsproduktionen zunächst bis zum 30. April 2020.

Wille: "Gemeinsam die Herausforderung bewältigen"

"Wir sind überzeugt, dass wir nur gemeinsam die Kraft haben, diese außergewöhnliche Herausforderung zu bewältigen, und danken allen Produzentinnen und Produzenten für ihr unermüdliches und professionelles Engagement gerade jetzt", so ARD-Filmintendantin Karola Wille. 

17.3.2020